Sonder-AfA.

Von der Sonder-AfA profitiert jeder, der künftig neue Mietwohnungen oder Häuser zur Vermietung schafft. Geregelt ist sie im Einkommenssteuergesetz, genauer: § 7b EstG. Die Sonder-AfA ist zeitlich begrenzt und wird für Projekte gewährt, für die nach dem 31. August 2018 und vor dem 1. Januar 2022 ein Bauantrag gestellt wird. Voraussetzung ist außerdem, dass die Wohnungen bzw. das Haus mindestens 10 Jahre lang zu Wohnzwecken vermietet werden. Abgeschrieben werden können jährlich bis zu 5 Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten über einen Zeitraum von 4 Jahren, zusätzlich zur regulären linearen Neubau-AfA von zwei Prozent. Allerdings gibt es für die Herstellungs- beziehungsweise Anschaffungskosten Kostenobergrenzen. Wer mehr als 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche ausgibt, geht leer aus. Absetzbar sind maximal 2.000 Euro pro Quadratmeter.

Ein Rechenbeispiel:

  • Zu versteuerndes Jahreseinkommen (alt) 70.000 €
  • zuzüglich Mieteinnahmen für eine Wohnung mit 90 m2 (9€ je m2) 8.640 €
  • abzüglich lineare AfA (2 % von 250.000 Euro) 5.000 €
  • abzüglich Sonder-AfA (5 % von 250.000 Euro) (Jahr 1-4) 12.500 €
  • abzüglich Zinsen (circa) 2.500 €
  • zu versteuerndes Jahreseinkommen (neu) 58.640 €